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Ästhetik



Gerade ist gesünder

Zahnspangen sind kein Kinderkram

Für Kinder und Jugendliche ist sie schon fast eine Selbstverständlichkeit: die Zahnspange. Doch auch immer mehr Erwachsene lassen sich ihre Zähne richten, wenn diese aus der Reihe tanzen.

Schiefe Zähne sind nicht nur ein kosmetisches Problem: Unbehandelt sind sie ein Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen, da durch die Fehlstellung Nischen entstehen können, in denen sich Nahrungsreste und Bakterien ansammeln, und die sich auch bei sorgfältiger Hygiene nicht optimal reinigen lassen. Außerdem können sie Kopf- und Rückenschmerzen verursachen, weil die Zähne nicht korrekt aufeinander beißen.

Mit sanfter Kraft in die richtige Richtung Obwohl sie fest verwurzelt sind, lassen sich Zähne auch im Erwachsenenalter noch verschieben: Schon sanfte Kräfte reichen, um sie in die gewünschte Richtung zu bewegen – in der Regel mit festsitzenden Spangen, den so genannten Brackets, die auf den Zahn geklebt und mit einem Drahtbogen verbunden werden. Wer es nicht so sichtbar mag, für den gibt es neben den Brackets aus Metall heute auch welche aus Keramik oder Kunststoff. Noch unauffälliger ist die Lingual-Technik, was in der Fachsprache zungenseitig bedeutet: Hier werden die Plättchen nicht außen, sondern innen auf die Zähne geklebt. Nahezu unsichtbar sind die Aligner: Durchsichtige, maßgeschneiderte Kunststoffschienen, die sich präzise den Zähnen anpassen und diese Tag für Tag, Millimeter für Millimeter in die vorgesehene Richtung bewegen. Diese Technik bietet zudem den Vorteil, dass die Schienen zum Essen und Putzen der Zähne einfach herausgenommen werden können. Wie lange eine Spange getragen werden muss, ist von Patient zu Patient unterschiedlich: Bei manchen reicht ein halbes Jahr, bei anderen dauert es drei Jahre, bis die Zahnstellung stimmt. Und damit die Zähne nicht wieder in Schieflage geraten, muss noch für einige Zeit eine – meist herausnehmbare – Spange getragen werden, ein so genannter Retainer.

Zuerst zum Zahnarzt Wenn es um die Zahngesundheit geht, ist der Zahnarzt auf jeden Fall der erste Ansprechpartner: Wir können indivi duell beurteilen, ob und vor allem wie sich Fehlstellungen beheben lassen. Wenn es nötig ist, überweisen wir an den Kieferorthopäden. Und: Während der gesamten Tragezeit begleiten wir die Behandlung und sorgen dafür, dass Zähne und Zahnfleisch den „Richtungswechsel“ gut überstehen.

Gerade Zahnspangenträger müssen bei der Mundhygiene besonders sorgfältig sein: Die Brackets selbst schädigen den Zahnschmelz nicht, aber rund um die Plättchen können Speisereste leicht hängenbleiben. Um Karies zu verhindern, sollte nach jeder Mahlzeit eine gründliche Reinigung der Zahnoberfläche und Zahnzwischenräumen sowie zwischen den Brackets mit Spezialbürstchen selbstverständlich sein.

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